Studienkredit – Informationen und Anbieter

Von allen Möglichkeiten, das eigene Studium zu finanzieren, stellten Studienkredite lange Zeit die gefürchtetste Variante dar. Ein Studienkredit ist ein Darlehen, das heutzutage entweder von einem staatlichen oder auch privatwirtschaftlichen Träger angeboten wird. Wie bei jeder Art von Kredit wird das Geld für die Studienfinanzierung dabei nicht einfach verschenkt, sondern es existieren genaue Vereinbarungen über die Tilgung des Kredites – samt den Zinsen. Einen Studienkredit zu beantragen mag deswegen berechtigterweise wie ein Pakt mit dem Hai
erscheinen, und es sollte über die Vor- und Nachteile dieser Finanzierungsmöglichkeit und verschiedenen Kreditformen abgewogen werden.

Vor- und Nachteile von Studienkrediten

Ein besonders großer Vorteil des Studienkredits ist die Elternunabhängigkeit. Man braucht sich also keine Gedanken darüber machen, wie viel die Eltern verdienen, da das elterliche Einkommen bei der Vergabe keine Rolle spielt.

Geeignet ist der Studienkredit für all jene Studenten, die meinen, nicht die Zeit für einen Job nebenher aufbringen zu können. Wer sich sein Studium von der Bank oder anderen Trägern finanzieren lässt, kann dafür natürlich umso mehr Zeit in das Lernen investieren.
Die Schulden für den Kredit dürfen die betreffende Person nicht bis ans Lebensende belasten. So wurde verfügt, dass es eine festgelegte Obergrenze bei der Bank gibt, was die Summe von abzuzahlenden Darlehen und Zinsen anbelangt. Moment liegt diese Grenze bei 30.000 Euro.

Der offensichtlichste Nachteil des Studienkredits ist natürlich die Verschuldung, die nach Ende des Studiums in der Regel in Höhe von mehreren 10.000 Euro liegt. Nur wer ganz genau weiß, wie und wo der Einstieg in eine gutbezahlte Beschäftigung nach dem Studium zu erreichen ist, sollte die Kreditfinanzierung in Betracht ziehen! Auch ist nicht im Voraus abzusehen, wie sich die Zinsen im Laufe der Jahre entwickeln werden.
Hinzu kommt, dass einige Kredite wie der „db Studentenkredit“ nicht hoch genug sind, um das gesamte Studium zu finanzieren. Vor allem wenn sich das Studium außerplanmäßig verlängern sollte, wird die Lage kompliziert.

Die Arten der Studienfinanzierung

KfW-Studienkredit
Der KfW-Studienkredit wird von vielen deutschen Banken direkt vergeben, vorausgesetzt, diese sind Vertriebspartner der KfW Bankengruppe. An diesem Darlehen beteiligt sich der Bund zu 80 Prozent.

Studiendarlehen
Können sich Studenten das Studium zwar generell selbst finanzieren, empfinden aber die Studiengebühren als zu belastend, kann auch ein Studiendarlehen abgeschlossen werden. Dies finanziert zwar nicht die Lebenshaltung, aber Studenten müssen sich so zumindest keine Sorgen mehr um die Gebühren machen, und die Rückzahlung findet erst ab einem bestimmten Mindestnettoeinkommen statt.

Bildungskredit
Dies ist ein Mikrokredit, der über einen Zeitraum von nur wenigen Semestern ausgezahlt wird. Sein Sinn liegt darin, Studenten beim Endspurt ihres Studiums sowie bei einer Verlängerung der Studienzeit noch aushelfen zu können. Für eine Gesamtfinanzierung des Studiums ist er jedoch nicht vorgesehen.

Bildungsfonds
Bei Bildungsfonds handelt es sich um Kredite von privaten Anlegern, wobei diese Studenten gezielt mit der Erwartung fördern, sie auch später als kompetente Arbeitskräfte in den eigenen Betrieben begrüßen zu dürfen. Daher ist die Rückzahlung oft direkt über die Abzüge vom Bruttogehalt geregelt. Außerdem bieten die Anleger ihren Günstlingen oft noch Workshops und Coachings an, um sie für den Beruf fit zu machen.